
Wie können inklusive Schwimmkurse gelingen? Und wie können Trainerinnen und Trainer Unsicherheiten abbauen, wenn sie mit Kindern mit Behinderung arbeiten? Mit diesen Fragen beschäftigten sich Anfang März insgesamt 21 Schwimmtrainerinnen und -trainer im Rahmen einer dreitägigen Fortbildung zum Thema „Anfängerschwimmen mit Kindern mit Behinderung“.
Ziel der Veranstaltung war vor allem eines: Mut machen. Viele Schwimmvereine begegnen dem Thema Inklusion im Wasser zwar mit Offenheit, aber auch mit der Sorge, Fehler zu machen. Die Fortbildung setzte deshalb bewusst auf praxisnahe Inhalte, persönliche Begegnungen und kreative Lösungsansätze, um Hemmungen abzubauen und neue Perspektiven zu eröffnen. Am Ende zeigte sich deutlich: Für Inklusion gibt es nicht nur einen Weg. Trainerinnen und Trainer können unterschiedliche Ansätze nutzen, um Kindern mit und ohne Behinderung den Zugang zum Wasser zu erleichtern. Die Fortbildung vermittelte nicht nur Sicherheit, sondern zeigte auch, wie bereichernd inklusiver Schwimmunterricht für alle Beteiligten sein kann. Das unterstreicht die Aussage einer Teilnehmerin: „Inklusion im Wasser ist kein Projekt, sondern eine Haltung. Es geht darum, das Potential in der Vielfalt zu sehen, statt das Defizit in der Einschränkung.“
Neben der umfassenden Einführung in die Grundlagen der Inklusion im Schwimmsport wurde zu Beginn der neue inklusive Schwimmpass „Seesternchen für Alle“ vorgestellt. Dieser ermöglicht es Kindern mit und ohne Behinderung, je nach individueller Leistungsfähigkeit, Erfolgserlebnisse zu erzielen und ihnen künftig den Einstieg ins Schwimmen zu erleichtern. Ein zentraler Baustein der Fortbildung war die Auseinandersetzung mit verschiedenen Behinderungsarten in Theorie und Praxis. Dabei wurden motorische, geistige und sensorische Einschränkungen betrachtet und deren Bedeutung für Bewegungsabläufe sowie für die Sicherheit im Wasser erläutert. Besonders eindrucksvoll waren die Praxiseinheiten, bei denen Probandinnen und Probanden mit Behinderung teilnahmen und von ihren persönlichen Erfahrungen berichteten. Sie schilderten, wie sich Schwimmen mit ihrer Behinderung anfühlt, wie sie das Schwimmen gelernt haben und welche Unterstützung ihnen im Wasser besonders hilft.
Darüber hinaus konnten die Teilnehmenden selbst die Perspektive von Menschen mit Behinderung einnehmen – etwa durch einarmiges Schwimmen oder durch das Bewältigen verschiedener Alltagssituationen mit Simulations- und Dunkelbrillen. Dieser direkte Perspektivwechsel sorgte für viele Aha-Momente und stärkte das Verständnis der Teilnehmenden nachhaltig. Abgerundet wurde die Fortbildung mit Spielformen aus dem Anfängerschwimmen, die die Trainerinnen und Trainer ausprobieren und so anpassen sollten, dass sie auch für Kinder mit sehr unterschiedlichen Voraussetzungen umzusetzen sind. Kleine Anpassungen können große Erfolge bringen – sei es durch gezielten Materialeinsatz, vereinfachte Bewegungsabläufe oder alternative Kommunikationswege.
Im gemeinsamen Austausch wurde über Herausforderungen, Unsicherheiten und Situationen im Vereinslalltag gesprochen und wie diese praxisnah gelöst werden können – von Strategien im Umgang mit Ängsten im Wasser bis hin zu Tipps für eine klare und unterstützende Ansprache. Eine Teilnehmerin resümiert mit Blick auf die Praxis: „Inklusion erfordert oft weniger „Spezialwissen“ als vielmehr Empathie, Beobachtungsgabe und die Bereitschaft, von den Teilnehmenden zu lernen. Ich freue mich darauf, die neuen Ansätze in meinen Kursen umzusetzen und die Gruppendynamik zwischen Menschen mit und ohne Behinderung aktiv zu fördern.“
Neue Inklusive Schwimmstützpunkte
Besonders erfreulich war, dass jeweils drei Teilnehmende aus den frisch ausgezeichneten Inklusiven Schwimmstützpunkten (ISSP) – dem Schwimmklub Sparta Konstanz und dem SSC Sparta Pforzheim – an der Fortbildung teilnahmen und ihre Erfahrungen bereits einbringen konnten.

Anfängerschwimmen mit Kindern mit Behinderung
Fortbildung von BBS und BSV
Wie können inklusive Schwimmkurse gelingen? Und wie können Trainerinnen und Trainer Unsicherheiten abbauen, wenn sie mit Kindern mit Behinderung arbeiten? Mit diesen Fragen beschäftigten sich Anfang März insgesamt 21 Schwimmtrainerinnen und -trainer im Rahmen einer dreitägigen Fortbildung zum Thema „Anfängerschwimmen mit Kindern mit Behinderung“.
Ziel der Veranstaltung war vor allem eines: Mut machen. Viele Schwimmvereine begegnen dem Thema Inklusion im Wasser zwar mit Offenheit, aber auch mit der Sorge, Fehler zu machen. Die Fortbildung setzte deshalb bewusst auf praxisnahe Inhalte, persönliche Begegnungen und kreative Lösungsansätze, um Hemmungen abzubauen und neue Perspektiven zu eröffnen. Am Ende zeigte sich deutlich: Für Inklusion gibt es nicht nur einen Weg. Trainerinnen und Trainer können unterschiedliche Ansätze nutzen, um Kindern mit und ohne Behinderung den Zugang zum Wasser zu erleichtern. Die Fortbildung vermittelte nicht nur Sicherheit, sondern zeigte auch, wie bereichernd inklusiver Schwimmunterricht für alle Beteiligten sein kann. Das unterstreicht die Aussage einer Teilnehmerin: „Inklusion im Wasser ist kein Projekt, sondern eine Haltung. Es geht darum, das Potential in der Vielfalt zu sehen, statt das Defizit in der Einschränkung.“
Neben der umfassenden Einführung in die Grundlagen der Inklusion im Schwimmsport wurde zu Beginn der neue inklusive Schwimmpass „Seesternchen für Alle“ vorgestellt. Dieser ermöglicht es Kindern mit und ohne Behinderung, je nach individueller Leistungsfähigkeit, Erfolgserlebnisse zu erzielen und ihnen künftig den Einstieg ins Schwimmen zu erleichtern. Ein zentraler Baustein der Fortbildung war die Auseinandersetzung mit verschiedenen Behinderungsarten in Theorie und Praxis. Dabei wurden motorische, geistige und sensorische Einschränkungen betrachtet und deren Bedeutung für Bewegungsabläufe sowie für die Sicherheit im Wasser erläutert. Besonders eindrucksvoll waren die Praxiseinheiten, bei denen Probandinnen und Probanden mit Behinderung teilnahmen und von ihren persönlichen Erfahrungen berichteten. Sie schilderten, wie sich Schwimmen mit ihrer Behinderung anfühlt, wie sie das Schwimmen gelernt haben und welche Unterstützung ihnen im Wasser besonders hilft.
Darüber hinaus konnten die Teilnehmenden selbst die Perspektive von Menschen mit Behinderung einnehmen – etwa durch einarmiges Schwimmen oder durch das Bewältigen verschiedener Alltagssituationen mit Simulations- und Dunkelbrillen. Dieser direkte Perspektivwechsel sorgte für viele Aha-Momente und stärkte das Verständnis der Teilnehmenden nachhaltig. Abgerundet wurde die Fortbildung mit Spielformen aus dem Anfängerschwimmen, die die Trainerinnen und Trainer ausprobieren und so anpassen sollten, dass sie auch für Kinder mit sehr unterschiedlichen Voraussetzungen umzusetzen sind. Kleine Anpassungen können große Erfolge bringen – sei es durch gezielten Materialeinsatz, vereinfachte Bewegungsabläufe oder alternative Kommunikationswege.
Im gemeinsamen Austausch wurde über Herausforderungen, Unsicherheiten und Situationen im Vereinslalltag gesprochen und wie diese praxisnah gelöst werden können – von Strategien im Umgang mit Ängsten im Wasser bis hin zu Tipps für eine klare und unterstützende Ansprache. Eine Teilnehmerin resümiert mit Blick auf die Praxis: „Inklusion erfordert oft weniger „Spezialwissen“ als vielmehr Empathie, Beobachtungsgabe und die Bereitschaft, von den Teilnehmenden zu lernen. Ich freue mich darauf, die neuen Ansätze in meinen Kursen umzusetzen und die Gruppendynamik zwischen Menschen mit und ohne Behinderung aktiv zu fördern.“
Neue Inklusive Schwimmstützpunkte
Besonders erfreulich war, dass jeweils drei Teilnehmende aus den frisch ausgezeichneten Inklusiven Schwimmstützpunkten (ISSP) – dem Schwimmklub Sparta Konstanz und dem SSC Sparta Pforzheim – an der Fortbildung teilnahmen und ihre Erfahrungen bereits einbringen konnten.
